Ausgangssituation

Ausgangssituation

In produzierenden Unternehmen tragen Energiekosten einen erheblichen Anteil an den Produktionskosten. In den letzten Jahren sind die Strom- und Erdgaspreise stark angestiegen – und auch für die Zukunft prognostizieren Experten wachsende Energiepreise. Da Energie nicht bzw. nur geringfügig durch andere Produktivkräfte (z. B. menschliche Arbeit) ersetzt werden kann, werden sich produzierende Unternehmen auch zukünftig mit steigenden Energiekosten konfrontiert sehen.

Produzieren Unternehmen auftragsbezogen, so verursacht die zeitliche Überlage-rung einzelner Fertigungsaufträge große Schwankungen in der Energienachfrage. Diese Schwankungen wiederum sind für produzierende Unternehmen mit hohen Kosten verbunden, da  entstehende Leistungsspitzen eine Grundlage für die Berechnung der Energiekosten darstellen. Positiv beeinflusst werden kann der Energieverbrauch allerdings, wenn die zeitlichen Abfolge der Fertigung von Aufträgen verändert wird.

Zwei in produzierenden Unternehmen besonders wichtige Energiearten sind Strom und Erdgas. Um Leistungsspitzen wirksam zu reduzieren, setzen viele energieintensive Unternehmen ein Lastmanagement ein. Dabei werden zu Zeiten hoher Energienachfrage Anlagen abgeschaltet. Diese Lösung ist jedoch nur in begrenztem Umfang sinnvoll, da dadurch die logistischen Zielgrößen (u. a. hohe Termintreue,  geringe Durchlaufzeit) negativ beeinflusst werden.